Um die optimale Leistung Ihrer WordPress-Seite zu gewährleisten, ist es entscheidend, eine angemessene PHP-Speichergrenze zu haben. Die Standard-PHP-Speichergrenze könnte für ressourcenintensive Plugins oder Themen zu gering sein und führt zu Fehlern wie „Fatal error: Allowed memory size of X bytes exhausted“. In diesem Artikel werden Ihnen drei Methoden zur Erhöhung der PHP-Speichergrenze für WordPress erklärt: Bearbeiten der Datei wp-config.php, Verwendung einer .htaccess-Anweisung und Ändern der php.ini-Datei über Plesk.

Methode 1: Bearbeiten der wp-config.php-Datei

Die Datei wp-config.php ist eine zentrale WordPress-Konfigurationsdatei. Sie können die PHP-Speichergrenze direkt in dieser Datei definieren.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Hosting-Konto über FTP an oder verwenden Sie den von Ihrem ISP (Internetport) bereitgestellten Dateimanager.
  2. Navigieren Sie zum Stammverzeichnis Ihrer WordPress-Installation.
  3. Laden Sie eine Kopie der Datei wp-config.php auf Ihren lokalen Rechner herunter, um sie zu bearbeiten.
  4. Öffnen Sie die Datei wp-config.php in einem Texteditor (z. B. Notepad++ oder Sublime Text).
  5. Fügen Sie folgende Codezeile vor der Zeile ein, die „/* Das war\'s, auf Wiedersehen! Bloggen Sie gerne weiter. */“ lautet:
    define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M');
  6. Speichern Sie die Änderungen und laden Sie die bearbeitete Datei wp-config.php zurück auf Ihren Server hoch.

Methode 2: Verwendung einer .htaccess-Anweisung

Die Datei .htaccess wird für verschiedene Konfigurationseinstellungen auf Apache-Servern verwendet. Sie können die PHP-Speichergrenze erhöhen, indem Sie eine Anweisung in dieser Datei hinzufügen.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Hosting-Konto über FTP an oder verwenden Sie den von Ihrem ISP (Internetport) bereitgestellten Dateimanager.
  2. Navigieren Sie zum Stammverzeichnis Ihrer WordPress-Installation.
  3. Laden Sie eine Kopie der Datei .htaccess auf Ihren lokalen Rechner herunter, um sie zu bearbeiten. Falls keine .htaccess-Datei vorhanden ist, können Sie eine erstellen.
  4. Öffnen Sie die Datei .htaccess in einem Texteditor (z. B. Notepad++ oder Sublime Text).
  5. Fügen Sie folgende Codezeile am Ende der Datei ein:
    php_value memory_limit 256M
  6. Speichern Sie die Änderungen und laden Sie die bearbeitete Datei .htaccess zurück auf Ihren Server hoch.

Methode 3: Ändern der php.ini über Plesk

Falls Sie einen Hosting-Dienstleister verwenden, der Ihnen Zugriff auf Plesk bietet, können Sie die PHP-Einstellungen direkt über das Kontrollzentrum ändern.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Plesk-Konto an.
  2. Navigieren Sie zum Abschnitt „Websites & Domains“ und klicken Sie auf die Domain, auf der WordPress installiert ist.
  3. Suchen Sie im linken Menü nach „PHP-Einstellungen“ und klicken Sie darauf.
  4. Scrollen Sie bis zum Abschnitt „Zusätzliche Konfigurationsdirektiven“.
  5. Fügen Sie folgende Codezeile ein:
    memory_limit = 256M
  6. Klicken Sie auf „Anwenden“ oder „OK“, um die Änderungen zu speichern.

Überprüfung der PHP-Speichergrenze

Um sicherzustellen, dass die Speichergrenze erfolgreich erhöht wurde, können Sie eine phpinfo.php-Datei erstellen und sie über Ihren Browser aufrufen:

  1. Erstellen Sie auf Ihrem lokalen Rechner eine neue Textdatei.
  2. Fügen Sie folgenden Code in die Datei ein:
  3. Speichern Sie die Datei als phpinfo.php.
  4. Laden Sie die Datei phpinfo.php in das Stammverzeichnis Ihrer WordPress-Installation hoch.
  5. Navigieren Sie in Ihrem Webbrowser zu http://yourdomain.com/phpinfo.php.
  6. Suchen Sie nach dem Eintrag „memory_limit“ im Abschnitt „Core“. Es sollte der neue Wert angezeigt werden (z. B. 256M).
  7. Aus Sicherheitsgründen löschen Sie die Datei phpinfo.php von Ihrem Server nach der Überprüfung.

Fehlerbehebung

  • Änderungen haben keine Wirkung: Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Datei bearbeiten und keine konkurrierenden Einstellungen in anderen Konfigurationsdateien vorhanden sind. Leeren Sie alle Caching-Mechanismen auf Ihrem Server oder im Browser, um Änderungen sofort zu sehen.
  • Serverfehler nach Änderungen: Überprüfen Sie auf Syntaxfehler in Ihren Codeänderungen. Stellen Sie bei Bedarf eine Wiederherstellung aus einer Sicherung durch und versuchen Sie es sorgfältig erneut.